Ausbauzustand des „Antifaschistischen Schutzwalls″ nach Feststellung des Kommandos der Berliner Schutzpolizei (West)

Ausbauzustand des „Antifaschistischen Schutzwalls″ nach Feststellung des Kommandos der Berliner Schutzpolizei (West) 1964

„Mauer“-Statistik seit dem 13.8.1961 bis 12.8.1964

Wesentliche Änderungen hinsichtlich der Länge der „Mauer“ und Drahtsperren, der Anzahl: von Bunkern und Schützenstellungen sowie Sichtblenden an der Demarkationslinie haben sich in letzter Zeit nicht ergeben.

Gegenüber dem 13.8.1963 hat sich die Zahl der Beobachtungstürme von 131 auf 165 erhöht; nach Abbau von 48 Lautsprecheranlagen sind noch 43 Anlagen vorhanden. Seit Herbst 1963 errichteten Grepo 166 Hundesperren.

Darüber hinaus:

Bei der Flucht ums Leben gekommene Personen:

  • 51 Personen: nach Ermittlung der Abt. I
  • 26 Personen: nach Feststellungen der Schutzpolizei

davon erschossene Flüchtlinge

  • 33 Personen: nach Ermittlungen der Abt. I
  • 14 Personen: nach Feststellungen der Schutzpolizei

Insgesamt meldeten sich bei den Polizeidienststellen 3249 Flüchtlinge

  • 406 Personen: Flüchtlinge der „Bewaffneten Organe der DDR“

Schusswaffengebrauch an der Sektoren- und Zonengrenze

  • 34 Personen: Durch Schußwaffengebrauch der Grepo verletzte Flüchtlinge
  • 840 Fälle: Schußwaffengebrauch der Grepo
  • 412 Fälle (1.987 TW): Einsatz von TW durch Grepo

Festnahnmen an der Sektoren- und Zonengenze

  • 1.802 Personen: Festnahmen an der Demarkationslinie
  • 838 Personen: Festnahmen im Interzonenverkehr

Quelle: Ereignisberichte der Berliner Schutzpolizei, Polizeihistorische Sammlung, Berlin