Baugeschichte | Schnitt durch die Grenze

Schnitt durch die Grenze bzw. durch die sowjetzonalen Sperranlagen des „Antifaschistischen Schutzwalls″ im Bereich des S-Bhf. Wilhelmsruh

Baugeschichte | ‚Erste′ Generation - Teil I: Grenzschnitt

Grafiken zur schematischen Darstellung des Aufbaus der sowjetzonalen Sperranlagen entlang der Sektorengrenze.

Querschnitt der Anordnung der ersten sowjetzonalen Sperren nach dem 13. August 1961

Querschnitt der Anordnung der ersten sowjetzonalen Sperren nach dem 13. August 1961

Flüchtlinge aus dem sowjetischen Besatzungssektor von Groß-Berlin (SBS) mussten als erste Sperre die Grepos, die freiwilligen Helfer und andere Spitzel überwinden, um unbemerkt bis zum Antifaschistischen Schutzwall zu gelangen. Auf die Gleisanlagen folgten Verhaue aus S-Drahtrollen, Sperrzäunen, weiteren S-Drahtrollen und einem zusätzlichen Sperrzaun.

Die für Berlin (West) eingezeichneten Zäune sind Begrenzungszäune zum Bahndamm, die das unbefugte Betreten der Gleisanlagen verhindern sollten.

Darstellung der vorschriftsmäßigen Errichtung von Draht- und Minensperren an der innerdeutschen Zonengrenze

Darstellung der vorschriftsmäßigen Errichtung von Draht- und Minensperren an der innerdeutschen Zonengrenze

Meines Wissens gab es zu keinem Zeitpunkt am „Antifaschistischen Schutzwall″ um Berlin (West) Minen und Selbstschussautomaten. Aber an der sogenannten innerdeutschen Grenze wurden Tausende (Boden-)Minen verlegt und Selbstschussautomaten am Grenzzaun I installiert.

Viele Flüchtlinge wurden durch diese Minen und Selbstschussautomaten (SM-70) schwer verletzt oder getötet.

 


Tipp: Rathje, Wolfgang
"Mauer-Marketing" unter Erich Honecker : Schwierigkeiten der DDR bei der technischen Modernisierung, der volkswirtschaftlichen Kalkulation und der politischen Akzeptanz der Berliner "Staatsgrenze" von 1971-1990 / vorgelegt von Wolfgang Rathje. - 2001. - 996 S. - Kiel, Univ., Diss., 2001