Fotografische Dokumentation der innerdeutschen Grenze durch die Bundesgrenzschutzschule Lübeck. Fotos: © Peter Matera, Lübeck

Die sogenannte „Deutsche Grenzpolizei“ (SBZ bzw. DDR) war eine „militärähnliche Polizeitruppe zur Absperrung der Demarkationslinien und übrigen Grenzlinien, zugleich eine Verfügungstruppe“*. Am 15.09.1961 wurde die „Deutsche Grenzpolizei“ als „Kommando“ Grenze in die sogenannte Nationale Volksarmee übernommen (NVA). Aufgestellt wurde die „Deutsche Grenzpolizei“ bereits am 01.12.1946 und seit Juli 1948 stark ausgebaut. Sie unterstand bis zum 15.05.1952 dem Ministerium des Inneren (MdI) und im Folgenden bis zum 27.06.1953 dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Nach anschließender Unterstellung unter das Ministerium des Innern (MdI) ging die „Deutsche Grenzpolizei“ im Mai 1955 wieder an das SfS über, das seit November 1955 wieder zum Ministerium für Staatssicherheit (MfS) erhoben wurde. Seit dem 01.02.1955 verzichtete die sowjetische Besatzungsmacht auf die Bewachung und Kontrolle der Staatsgrenzen der DDR und der Linie, die die SBZ a) vom Sowjetsektor Berlins, b) von Berlin-West trennt und überließ diese Aufgaben der „Deutschen Grenzpolizei“ (Siehe dazu Klaus-Dieter Baumgarten: Die Grenzen der DDR, Seite …)


Im November 1957 gab die „Deutsche Grenzpolizei“ die Personen- und Warenkontrolle an das Amt für Zoll und Kontrolle des Warenverkehrs ab. Am 15.02.1957 wurde sie wieder dem Ministerium des Innern (Mdl.) unterstellt. Die „Deutsche Grenzpolizei“ hatte zuletzt 25 motorisierte Bereitschaften (= Regimenter), die mittelschwere Begleitwaffen besaßen. Sie war in 8 Brigaden gegliedert, von denen 4 an der Demarkationslinie zur Bundesrepublik standen.

Die sogenannten „Deutschen Grenzpolizisten“ trugen seit Oktober 1952 olivbraune Uniformen, die nach sowjetischem Muster mit grünen Kragenspiegeln versehen waren. Der militärische Charakter wurde zudem durch das Tragen von Militärdienstgraden verstärkt. Im August 1961 besaß die paramilitärische Truppe eine Stärke von rd. 45000 Mann. Unterstützt wurde die „Deutsche Grenzpolizei“ von rund weiteren 8000 „freiwilligen Grenzpolizeihelfern“ (FhG).

 


* SBZ von a-z, Ein Taschen- und Nachschlagebuch über die Sowjetische Besatzungszone Deutschlands, Neunte überarbeitete und erweiterete Auflage, Bonn 1965, Seite 167

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