Mauermaler | Christophe Bouchet

Christoph Bouchet's kunstmotivierter Kampf gegen die Tristesse im Unterbau der Berliner Mauer („Antifaschistischen Schutzwall″)

Christophe Bouchet im Interview. Video: © Ralf Gründer, Berlin, 07.06.1997

Der Westberliner Stadtteil Kreuzberg war im Bereich der Berliner Mauer grenzenlos trostlos, grau und öde!

Im Keller des Rauchhauses hatte Bouchet einen kleinen Abstellraum für seine Materialien. Dadurch war er täglich mit der Tragödie „Mauer″ am Bethaniendamm konfrontiert. Um nicht von der Tristesse angegriffen zu werden, begann er 1984 zusammen mit Freunden gegen das Betongau der sowjetzonalen „KZ″-Wand anzumalen. Die Murals von Christophe Bouchet gehören zu den farbenfrohesten und phantasiereichsten Gemälden an der Berliner Mauer in der Zeit von 1984 bis 1989.

Da die Kunstaktion EAST SIDE GALLERY (ab 1990) nichts mit Berliner Mauermalerei zu tun hat, nahm Christophe Bouchet daran nicht teil.

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Tipp 1: Verboten: Berliner Maurkunst. Eine Dokumentation von Ralf Gründer, ISBN 978-3-412-16106-4
Tipp 2;  Berliner Mauermalerei. Ein dokumentarischer, multimedialer Spaziergang entlang der Berliner Mauer in der Zeit vor und während des Mauerfalls 1989, ISBN 978-3-9806893-0-4