3. Ergebnis der pioniertechnischen Erprobung der Minensperre SM-70

3.1. Sperrtechnischer Teil der Anlage

Die konstruktive Lösung zur Anbringung der Minen am Grenzzaun I und am freundwärtigen Zaun der Minensperre ist zweckmäßig. Die Wirksamkeit der Minen wurde bei 33 Minendetonationen, ausgelöst durch Wild, nachgewiesen. Wildschweine, Rehe und Flugwild wurden überwiegend (76 %) tödlich getroffen.
Insgesamt erfolgten im Zeitraum vom 2.3.71 bis 15.8.71 82 Minenauslösungen.

Ursachen der Minendetonationen:
40 % Wildeinwirkungen
13,5 % Witterungseinflüsse
36,5 % Blitzschlag
10,0 % ungeklärte Ursachen
Der hohe Anteil der Detonationen, verursacht durch Wild (40 %), macht es erforderlich, Maßnahmen zur Reduzierung des Wildbestandes in den betreffenden Abschnitten einzuleiten. Diese Forderung muss erhoben werden, da jede Detonation die Sperrwirkung herabsetzt und den Einsatz von Sicherungs- und Instandsetzungskräften erforderlich macht.
Die relativ große Anzahl von Minendetonationen durch Blitzschlag ist konstruktiv bedingt und kann gegenwärtig nicht verändert werden.
Die Auswertung der Minendetonationen zeigte weiterhin, dass Beschädigungen an den Elementen der Sperre nicht auftraten. Aufprallstellen an den Betonsäulen sowie an den Metallteilen der Sperre lassen die Schlussfolgerung zu, dass Splitter aus der Detonationsachse über den bisher festgelegten Sicherheitsabstand von 10 m abgelenkt werden. Die Flugweite, Richtung und Durchschlagskraft der abgelenkten Splitter konnte nicht ermittelt werden. An Richtungsveränderungen im Sperrenverlauf erhält diese Feststellung eine besondere Bedeutung für die Sicherheit der eingesetzten Kräfte.

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