Todesautomat | Abschlussbericht SM-70

Abschlussbericht über die Ergebnisse der Truppenerprobung der Minensperre SM-70 (15.09.1971) - Schalt- und Prüfgerät (Zentrale)

3.2.1 Schalt- und Prüfgerät (Zentrale)

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Zentralen die vorgegebenen Parameter erreichen und bei ordnungsgemäßer Installierung des Kabelsystems und dem Verteilerkasten störungsfrei arbeiten. Da bei dem ….. montierten Bauabschnitten diese Forderungen nicht …. erfüllt wurden, kam es zu einer …. Anzahl von Ausfällen. Im Zeitraum vom 02.03.71 bis 15.05.71 wurden 7 bereits eingesetzte Zentralen der Herstellerfirma zur Instandsetzung zugeführt. Die aufgetretenen Störungen ihre Fehlerquellen konnten durch den Instandsetzungstrupp nicht beseitigt werden.
Als besonders anfällige Elemente erwiesen sich die Signal-, ….Transverter und Netzteile der Schalt- und Prüfanlagen.

3.2.2 Kabel ……für … Betriebs- und Zündspannung

Die verwendeten Kunststoffkabel entsprechen den Anforderungen. Eine Verarbeitung bei Temperaturen unter +4°C ist nicht möglich. Arbeiten bei Frost im ersten Bauabschnitt führten zu Isolationsschäden der Kabel.

3.2.3 Verteilerkästen

Die Verteilerkästen mit dem Schutzgrad IP 54 sind nicht für die Verlegung im Erdreich geeignet. Eindringendes Oberflächenwasser führt zur Bildung von Kriechströmen, ruft unkontrollierbare Signalauslösungen und Zerstörungen in den einzelnen Schalt- und Prüfanlagen hervor. Maßnahmen des zusätzlichen Abdichtens mit Regenrinnenkitt blieben nur zeitweilig wirksam. Für die Betriebssicherheit der Gesamtanlage ist der Schutzgrad IP 68 erforderlich. Beim Aufbau der Anlage während der Wintermonate zeigte sich, dass die Verteilerkästen im Erdboden einfrieren. Durch Auftauen und Aufhacken wurden Beschädigungen an den Kästen und Kabeln verursacht.

Zur Fehlersuche ist es erforderlich, die Lötverbindungen zu lösen. Dazu muss die Kabelvergussmasse ausgestemmt bzw. ausgeschmolzen werden. Bei diesen Arbeiten treten ebenfalls Beschädigungen am Kabelsystem und den Verteilerkästen auf.

Um die Instandhaltung zu vereinfachen und den Zeitaufwand zu reduzieren, wird vorgeschlagen, den Neuerervorschlag Reg.-Nr. 50934/71 über Veränderungen an der Klemmleiste des Verteilerkastens zu realisieren.

3.2.4 Stichleitungen

Die Isolation der bisher verarbeiteten Stichleitungen wurde durch Wildverbiß in mehreren Fällen beschädigt. Weitere Schäden traten auf bei Arbeiten während der Frostperiode (Brechen der Isolation).
Durch Verwendung des Kabeltyps H II yy t ab 1971 sollen die genannten Mängel ausgeschaltet werden. Ergebnisse liegen zur Zeit noch nicht vor.

3.2.5 Brechplatten

Die im Erprobungsabschnitt verwendeten Brechplatten weisen eine äußerst mangelhafte Qualität in der Verarbeitung auf. Die aufgeklebte Kupferfolie löst sich, die Isolation der Drähte und die Lötstellen brechen. Bisher wurden ca. 400 schadhafte Brechplatten (ca. 35 %) festgestellt. Bei feuchter Witterung und anhaltenden Niederschlägen treten in den Anlagen Störungen durch unkontrollierbare Signalauslösungen auf. Nach Abtrocknen der Niederschläge arbeitet die Anlage wieder normal. Die konkreten Ursachen konnten nicht bestimmt werden. Vermutlich werden diese Störungen durch die schlechte Qualität der Brechplatten verursacht.