XIV. Dritte Minenverlege - Vorschrift (1978)

Am 1. April 1978 trat die am 30. September 1977 vom Stellvertreter des Ministers und Chef der Grenztruppen erlassene Dienstvorschrift

018/0/011 - Minensperren der Grenztruppen

in Kraft; zugleich trat die bislang geltende A 018/1/001, vgl. oben zu VII., außer Kraft.

In der Dienstvorschrift hieß es u.a.

„1. Grundsätze

Allgemeines

1.

(1) ...

(2) Minensperren ermöglichen die Sperrung besonders gefährdeter Abschnitte, verzögern die Bewegung der Grenzverletzer oder zwingen diese in eine für die zum Grenzdienst eingesetzen Kräfte günstige Richtung.

(3) Sie unterstützen die Handlungen zur vorläufigen Festnahme oder Vernichtung von Grenzverletzern.

2. Minensperren werden nach der Verlegeart der Minen eingeteilt in

a) Sperranlagen 501 (nachfolgend Sperranlage), die am vorderen Sperrelement zu montieren sind, und

b) Minensperren mit erdverlegten Minen.

3.

(1) Sperranlagen sind der hauptsächlichste Sperrentyp. Sie sind in der wahrscheinlichen Richtung der Bewegung der Grenzverletzer zu errichten.

(2) Bei der Auswahl der Abschnitte sind folgende Forderungen zu berücksichtigen:

a) Freund- und feindwärts der Sperranlage muß ein Sicherheitsabstand von mindestens 15 m vorhanden sein.

b) - d) pp.

(3) Sperranlagen sind nicht zu errichten:

a) an Ortsrändern grenznaher Ortschaften,

b) - d) pp.

4.

(1) Minensperren mit erdverlegten Minen sind in besonders gefährdeten Grenzabschnitten anzulegen, die den Anforderungen zum Ausbau mit Sperranlagen nicht entsprechen.

(2) Bei der Auswahl der Abschnitte sind folgende Forderungen zu berücksichtigen:

a) - b) pp.

c) Natürliche Voraussetzungen für einen niedrigen Bodenbewuchs sollen gegeben sein.

5. pp.

6.

(1) Das Anlegen und Räumen von Minensperren hat auf Befehl des Kommandeurs des Grenzkommandos zu erfolgen. Grundlage dazu bildet der vom Stellvertreter des Ministers und Chef der Grenztruppen bestätigte Entschluß zum pionier-, signal- und nachrichtentechnischen Ausbau der Staatsgrenze für das jeweilige Ausbildungsjahr.

(2) - (3) pp.

7. - 162. pp.“

 


Tipp: Dailly Hamdorf, Anne; Gnanko Geisler, Marion
Landminen : Auswirkungen auf Gesellschaften in Entwicklungsländern ; mit den Fallbeispielen Afghanistan und Mozambique / Anne Dailly Hamdorf & Marion Gnanko Geisler. - Bochum : Geograph. Inst. der Ruhr-Univ., 2007. - XI, 214 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
ISBN 978-3-925143-43-4

Joomla templates by a4joomla