Gründer | Verboten: Berliner Mauerkunst

Verboten: Berliner Mauerkunst - Eine Dokumentation von Ralf Gründer, Böhlau Verlag, ISBN 978-3-412-16106-4

Verboten: Berliner Mauerkunst
352 Seiten

Böhlau; ISBN 978-3-412-16106-4
Umschlagentwurf: GrotzArti, Berlin

Preis: 34,90 € | AMAZONLINK |

 

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Das Buch "Verboten: Berliner Mauerkunst - Eine Dokumentation ..." ist Träger des GÜTESIEGELS Berliner Mauer.

 

Klappentext

Der Autor beschreibt die Geschichte der Kunst an der Berliner Mauer. Schon vor dem 13. August 1961 war die Berliner Luft voller Propaganda. Bevor die ersten Graffiteure aktiv wurden, standen schon unzählige Schautafeln mit politischen Parolen entlang der Sektorengrenze.

Nach dem 13. August 1961, mit der Errichtung der Mauer entstanden die ersten politischen Inschriften, z. B. DDR = KZ, IN TYRANNOS, Ihr KZ-Mörder, SED KZ. Als die DDR dann in den 70 Jahren die Grenzmauer 75" aufstellte, bekamen die West-Berliner Mondscheinflaneure" und Stadtneurotiker" eine 3,6 m hohe und ca. 64 km lange glatte Betonleinwand, die sich extrem gut zur Bemalung eignete. Ab 1984 entstanden dann die großen flächendeckenden Bilder, die später mit der Mauer um die Welt gingen. Es wurde nicht nur gemalt! Bildhauer benutzten die Mauer für ihre Installationen und Filmemacher dokumentierten das Leben im Schatten der Mauer.

 

Kriterien für »Berliner Mauerkunst«

»Berliner Mauerkunst« eine inhaltliche Darstellung:

Die Arbeiten an der »Grenzmauer 75« beinhalteten einfache Graffiti (Ich will mit dem Kopf durch die Wand), aber auch komplexe Arbeiten. Häufig standen die Bilder in politischer Opposition zur DDR oder zur Weltpolitik.

Andere Künstler nutzen die Graffitiwand als Werbefläche für Ihre »Unternehmungen«.

Insbesondere in der zweiten Hälfte der 80. Jahre nahmen großflächige Dekorationen der Mauer zu.

Mit dem Fall der Berliner Mauer hörte »Berliner Mauerkunst» auf zu existieren.

Als Kriterien der »Berliner Mauerkunst« können betrachtet werden:

1.) Illegales Einreisen bzw. Betreten der DDR,
2.) illegales Arbeiten bzw. Beschreiben, Bekleben, Verzieren und Bemalen der nach Berlin (West) weisenden »Grenzmauer 75« oder des Vorderlandzauns (Grenzzaun I).
3.) Die Berliner Mauer war ein Teil des »Antifaschistischen Schutzwalls«. Ca. 8000 Grenzsoldaten der Grenztruppen der DDR hatten den Befehl, »Grenzverletzungen« nicht zuzulassen und »Grenzverletzter« zu vernichten.

Keines dieser Kriterien trifft auf heutige Mauern, Wänden oder Fassaden in Berlin zu!

Künstler an der Berliner Mauer waren:

Yadegar Asisi, Christian Benazet, Franco Bartoletti, Jonathan Borofsky, Christophe Emanuel Bouchet, Kiddy Citny, Gerd Conradt, Jean-Yves Dousset, Mark Eins, Stephan Elsner, Ron English, Rainer Fetting, Michael Gremenz, Jürgen Große (Indiano), Alexander Hacke, Richard Hambleton, Keith Haring, Kain Karawahn, Deborah Kennedy, Nikolaus Lang, Mutoid Waste Company (Robin Cooke), Thierry Noir, Ewa Partum, Anton Roca, John Runnings, Marianne Sanders, Jürgen Mann, Birgitt Scharpf (Blümchen), Uli, Peter Unsicker, David Wojnarowicz u.a.

Fotografen der Berliner Mauer waren:

H.-J. Burmeister, Dr. Wulf Eichstädt, Michel Folco, Massimo Golfieri, Ralf Gründer, Manfred Hamm, Charles Herold, Sigurd Hilkenbach, Wolfram Jacob, Christian Jungeblodt, Wolfgang Mrotzkowski, Helmut Newton, Gabi Noir, Thierry Noir, Eva Maria Ocherbauer, Virginia M. Raimundi, Henry Ries, Archiv Versöhnungsgemeinde, Peter Unsicker (Wall-StreetGallery) u. a.

Rezensionen

Zwei Ideen, drei Farben, fertig | Tim Ackermann, TAZ (27.02.2007)
Die längste Leinwand der Welt | Focus online (01.03.2007)
Rezensionskritik | Taz-Leserbrief
von (2) Wolfram Hasch (27.02.2007)

• Die Mauer als Muse | Der Tagesspiegel (13.03.2007)
• Berliner Mauerkunst | rbb Stilbruch (15.03.2007)

Abstrakteure am Mariannenplatz | Scheinschlag (04.03.2007) - Wolfram Hasch
• Kunst an der Mauer | Zitty, 29.03. - 11.04. S. 9, Zitty 70/2007

• Gespräch mit Ralf Gründer | Radi Eins am 12.04.2007, 18.15 Uhr

• Affären | BuchMarkt, das Magazin für den Buchhandel, 20.04.2007

• Bildband über Berliner Maurkunst | Lübecker Nachrichten (07.05.2007), Susanna Gilbert-Sättele, dpa

• Kunst gegen die totalitäre Tristesse | Frankfurter Neue Presse (09.05.2007), Rezension von Susanna Gilbert-Sättel
Buchtipp: Großstadt-Krokodil, Eine Dokumentation zur Berliner Mauerkunst | 3sat (11.06.2007)
„Berliner Mauerkunst" | Rezension von Wolfgang Ullrich auf H|Soz|u|Kult (04.07.2007)
ekz-Informationsdienst (05.11.07)
• Die Kraft schriller Bilder |
Ixlibris (2007/06), Rezension von Susanna Gilbert-Sättele, dpa
Ideale Projektionsfläche | Rezension des Buchs „Verboten: Berliner Mauerkunst″, Antiquitätenzeitung (06.07.2007), Boris von Brauchitsch
Verboten: Berliner Mauerkunst | ZIBB-Reportage zum 13. August 2007 auf rbbonline
Empfehlungen: Bücher | Verboten: Berliner Mauerkunst, db (deutsche bauzeitung), Dagmar Ruhnau (Oktober 2004)
Berliner Mauerkunst | Rezension von Christopher Schulze, in: DAMALS: Geschichte Online Bücher



Zitierformat: Verboten: Berliner Mauerkunst : eine Dokumentation / von Ralf Gründer. - Köln ; Weimar ; Wien : Böhlau, 2007. - 352 S. : überw. Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-412-16106-4


Zitat: Die Kunst als Funktion

„Die Kunst ist ei­ne ge­sell­schaft­liche Funk­tion. Dies ist kei­ne marx­is­tische For­de­rung, son­dern das er­gibt sich aus der Art und Wei­se, wie Kunst­for­men be­stimmt wer­den. Nur sol­che Din­ge wer­den als Kunst­form­en an­er­kannt, die ei­ne be­wuß­te ge­sell­schaft­liche Funk­tion be­sitz­en. Die Phan­ta­sien ei­nes Träu­mers sind nicht Kunst.”

Christopher Caudwell, 1973