Geschichte der Berliner Mauer, -kunst, Bernauer Straße und Post Berlin Wall Art
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Fotos: © Ralf Gründer, Berlin
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Während viele Akteure lediglich ein Mal an die Mauer kamen, um dabei gewesen zu sein, wie die Künstlerin Barbara Quandt, die mit ihrer Freundin Ute an die Vorderlandmauer ging, um Aktionskunst zu gestalten, oder Rainer Fetting, der sein Werk „Van Gogh an der Mauer“, mit Alkohol und Videotape zelebrierte, übergossen andere förmlich die Mauer, indem sie Segment für Segment über die gesamte Höhe von 3, 8 Metern bemalten. Zu den Kilometer-Künstlern gehörte der Franzose Christoph Bouchet, der von Thierry Noir bei den Malaktionen (z.B.: 100 Freiheitsstatuen) unterstützt wurde. Der Zonenflüchtling Indiano (Jürgen Grosse) malte ab ca. 1984 an der Mauer und motivierte mit seinem Bild „Mauerkunst = Lebenskunst“ den Philosophen Wilhelm Schmid zu seiner Dissertation „Philosophie der Lebenskunst“. Kurz vor und während der Wendezeit bemalte Indiano dutzende Segmente mit romantisch-grünen Aussagen, um die Betrachter für die Fragilität der Welt aufmerksam zu machen.
Kunstaktion „Hands up“, Potsdamer Platz, 1980
Fotos li., mitte 1 u. 2: © Ralf Gründer (1984), rechts: Hans-Joachim Burmeister, 29.06.1990
Mit dem Fall der SED und der Öffnung der Grenze wurde aus der Todeszone ein Freizeitpark. Bis auf wenige Meter der vormals 165 km langen Mauer wurde von den Grenztruppen der DDR alles abgerissen. Die DDR lag im Sterben und Honeckers „die Mauer bleibt noch 100 Jahre stehen“ war der Lächerlichkeit preisgegeben. Der in West-Berlin lebende Künstler Dave Monty (Siegfried Schönfelder) hatte ungefähr zu diesem Zeitpunkt die Idee, eine Open-Air-Gallery auf der nach Osten weisenden Mauer zu etablieren. Auf einer Pressekonferenz in Ostberlin kündigte er sein Vorhaben an. Nach der Veröffentlichung seines Aufrufs in einer Ostberliner Zeitung meldeten sich Vertreter der DDR- und BRD-Künstlerverbände und diskutierten eine mögliche Zusammenarbeit. Das organisierte Künstlerprojekt schien an Montys Plan, die Kosten durch Werbung zu fördern, zu scheitern. Die Künstlerverbände aus Ost und West wollten keine Coca-Cola-, Marlboro- oder Jeans-Werbung zwischen ihren Bildern. Nachdem es zu Reibereien zwischen Dave Monty und seiner Sekretärin gekommen war, lies sich Christine Maclean, die sämtliche Unterlagen des Kunstprojektes an sich an, von der WUVA einstellen, die das Kunstprojekt übernahmen. Als sich dann das werbefreie Konzept durchsetzte, nahm das Projekt seinen Lauf. Am 28. September 90 wurde die East Side Gallery feierlich eröffnet.
Im Gegensatz zur Kunst an der Berliner Mauer entstanden die Bilder an der East Side Gallery nicht illegal, nicht grenzüberschreitend, nicht in oder an einem militärischen Sperrgebiet und absolut nichts war spontan.
Damals hieß es, dass dieser 1,3 km lange Mauerrest zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof Ende 1990 abgerissen wird. Die Bilder sollten nur für ca. 3 Monate vor Ort bleiben und dann mit den Segmenten auf eine weltweite Ausstellungstournee gehen. Das dann alles anders kam, ist eine weitere Geschichte.
/ 1.8.2023
Tipp 1: Verboten: Berliner Mauerkunst, Eine Dokumentation von Ralf Gründer
Tipp 2: Berliner Mauermalerei, Eine Dokumentation von Ralf Gründer
Tipp 3: Philosphie der Lebenskunst, Wilhelm Schmid
ISBN 978-3-412-16106-4
Video: Graffiti und Berliner Mauerkunst I : Bernauer Straße – Die ersten Graffiti (LINK: X)
Video: Graffiti und Berliner Mauerkunst II : Bernauer Straße – Das Donarit-Fanal (LINK: X)
Video: Graffiti und Berliner Mauerkunst III : Bernauer Straße – Mauertanz, Mauerpredigt und „Diese Grenze verhinderte … (LINK: …..)
Video:
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- Written by: Ralf Gründer
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Kamera, Ton und Edit: © Ralf Gründer, Berlin (12.07.2023)
Nach einer Idee von Gründer, Just und Pahl
Produktion: DDT - Das freie Dokumentarfilm-Team
Rainer Just und Nil Ausländer besuchen am 12. Juli 2023 die Bernauer Straße, um über die Fassadenbilder an der Bernauer Straße 111 zu sprechen.
Tipp: ...
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- Written by: Ralf Gründer
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Kamera, Ton und Edit: © Ralf Gründer, Berlin (01.06.2022)
Nach einer Idee von Gründer, Just und Pahl
Produktion: DDT - Das freie Dokumentarfilm-Team
Rainer Just und Georg Pahl besuchen am 1. Juni 2022 die Bernauer Straße, um über Manfred Fischers „Mauerrede“ und Pauline Löfflers Performance „Bedrohung“ zu sprechen.
Tipp 1: Verboten: Berliner Mauerkunst : eine Dokumentation / von Ralf Gründer. - Köln ; Weimar ; Wien : Böhlau, 2007. - 352 S. : überw. Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-412-16106-4
Tipp 2: Niemand hat die Absicht ... : Screenshot-Fotografie aus der Kameraarbeit von Herbert Ernst ; gedreht in den Jahren 1961 und 1962 im geteilten Berlin ; eine Dokumentation
Buch von Ralf Gründer. - 3. Auflage. - Berliner Wissenschafts-Verlag
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Kamera, Ton und Edit: © Ralf Gründer, Berlin (01.06.2022)
Nach einer Idee von Gründer, Just und Pahl
Produktion: DDT - Das freie Dokumentarfilm-Team
Rainer Just und Georg Pahl besuchen die Bernauer Straße, um über Graffiti und Mauerkunst zu sprechen. Schon in den ersten Tagen nach den Absperrmaßnahmen vom 13. August 1961 entstanden hier die ersten oder frühe Graffiti an den Sperrmauern, die insbesondere die Querstraßen versperrten. Vereinzelt gab es aber auch Graffiti an den Fassaden der zu Ostberlin gehörenden Wohnhäuser.
Zu lesen war: DDR, DDR=KZ, In tyrannos, Es gibt nur EIN Berlin, Gott ist tot, Auch die Mauer haben wir unserm Adolf zu verdanken!, Die Mauer muss weg usw.
Tipp 1: Verboten: Berliner Mauerkunst : eine Dokumentation / von Ralf Gründer. - Köln ; Weimar ; Wien : Böhlau, 2007. - 352 S. : überw. Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-412-16106-4
Tipp 2: Niemand hat die Absicht ... : Screenshot-Fotografie aus der Kameraarbeit von Herbert Ernst ; gedreht in den Jahren 1961 und 1962 im geteilten Berlin ; eine Dokumentation
Buch von Ralf Gründer. - 3. Auflage. - Berliner Wissenschafts-Verlag
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In der 4-teiligen Dokumentation „Graffiti und Mauerkunst in der Bernauer Straße“ treffen sich Georg Pahl und Rainer Just, um über die Kunst zu sprechen, die damals auf der Vorderlandmauer aufzufinden war. Zur Sprache kommen die ersten hier anzutreffenden Graffiti sowie größerflächige Bemalungen.
Rainer Just im Gespräch mit Georg Pahl. Video: Ralf Gründer, Berlin
Graffiti: KZ, DDR=KZ, Mörder, Gott ist tot, Wir wollen zu unseren Verwandten in die DDR, Diese Grenze verhinderte, daß wir gemeinsam gegen andere Völker in den Krieg ziehen.
Tipp: ...
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