Sigurd Hilkenbach wurde 1931 in Berlin geboren und absolvierte seine Schulausbildung im staatlichen Luisengymnasium. Die Abiturprüfungen legte er 1949 erfolgreich an der Moabiter Menzelschule ab.
Sigurd Hilkenbach mit seiner AGFA „4 Reichsmark Box“. Foto: © Ralf Gründer, Berlin, Aufnahmedatum: 06.12.2019
Trotz seiner Liebe zur Musik begann Hilkenbach Jura zu studieren, wurde dann aber doch grenzüberschreitender Musiker, denn er nahm Engagements im Ostrundfunk und bei Amiga Schallplatten an.
Ab 1963 bis 1994 arbeitete Sigurd Hilkenbach als erfolgreicher RIAS-Redakteur. Hilkenbach hatte aber auch Interessen außerhalb der Musik. Besonders widmete er sich der Geschichte der Berliner Stadtentwicklung, seit 1961 begleitet von einem Fotoaparat (AGFA Optima III), mit dem er Veränderungen im Stadtbild dokumentierte.
Seine uralte AGFA „4 Reichsmark-Box“ bekamen Sigurd sowie seine zwei Brüder, weil sie eifrig nach vier Reichsmarkstücken mit den Buchstaben „A“, „G“, „F“ und „A“ suchten und diese an sich nahmen, um sie bei AGFA gegen den Fotoapparat einzutauschen.
Als seine geliebte Stadt Berlin geteilt wurde, besuchte Hilkenbach viele der Stellen, an denen vormals die Sektorengrenze überschritten werden konnte, und fotografierte einen verbarrikadierten Schienenstrang oder hielt den Blick über die Sektorengrenze fest, an der die SED mit vollmundigen Propagandasprüchen die Westberliner laut auflachen lies.
Fotos: © Sigurd Hilkenbach, Berlin
Jahrzehnte später besuchte Sigurd zusammen mit Georg Pahl und Ralf Gründer diese Orte an der ehemaligen Sektorengrenze, um dort kurze Filmsequenzen zu drehen, die das Damailge dem Heutigen gegenüber stellten.
Tipp: Die Straßenbahnen in Berlin, Autoren: Sigurd Hilkenbach, Wolfgang Kramer, 3. Aufl. 1994, 159 S. : zahlr. Illustrationen ; 21 cm kartoniert, Düsseldorf : Alba






