Der ehemalige Strafgefangene 383 berichtet aus Mielkes Privatknast Bautzen II in Bautzen von einer versuchten Anwerbung durch den Stasi-Offizier Onkel, für das MfS als Spitzel zu arbeiten. Gelockt wurde der Häftling mit einem Straferlaß. Als Gegenleistung sollte er im Knast seinen Bruder ausspionieren und dann später, in der Freiheit, seine Kommilitionen an der Universität. Kaschiert wurde diese Spitzeltätigkeit mit der Phrase
etwas für den Frieden tun!“

Mit anderen Worten: Im Sinne der SED/Stasi waren DDR Friedenskämpfer Personen, die bereitwillig alles und jeden bespitzelten und an ihre Oberen verrieten und damit eine Gesellschaft aus Niedertracht, Lug und Betrug schufen, deren Folgen noch 30 Jahre nach dem Mauerfall spürbar sind.

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